ZEFIR: kostenfreie Daten für Lehre und Forschung

13. September 2014 06:00

Deutschlandweite Infos über Städte ab 5.000 Einwohner

Der Scientific Use File (SUF) des „Wegweisers Kommune“ ist online

An Sozialdaten für ganz Deutschland heranzukommen, war bisher für Studierende und Forscher äußerst aufwändig und teuer. Jetzt stellen das Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung (ZEFIR) der Ruhr-Universität und die Bertelsmann Stiftung solche Daten kostenfrei zur Verfügung. Ob SGBII-Quote, Durchschnittsalter oder Ausländeranteil, der „Scientific Use File“ (SUF) liefert diese Daten für alle deutschen Kommunen über 5.000 Einwohner gratis für die Jahre 2009 bis 2011.

ZEFIR sammelt regelmäßig die aktuellen Daten

ZEFIR sammelt die entsprechenden Daten für den „Wegweiser Kommune“ seit 2007 bei allen Statistischen Ämtern der Länder regelmäßig ein und bereitet sie für eine Online-Publikation durch die Bertelsmann Stiftung vor. Bisher konnte man sich allerdings nur die Daten weniger Kommunen auf einen Blick anschauen – interessant zum Beispiel als Planungsgrundlage für die Bürgermeister kleiner Kommunen ohne eigene Statistikabteilung oder auch für den Vergleich bestimmter Daten einzelner Städte. Ab jetzt steht ein umfangreicher Auszug der Datenbank zum bundesweiten Vergleich zur Verfügung.

Umfangreiche Möglichkeiten der Analyse im Zeitvergleich

Die Datensätze enthalten jeweils 153 Indikatoren (Stand 2014) aus den Politikfeldern „Demographie“, „Soziale Lage“, „Integration“, „Bildung“ und „Wirtschaft und Arbeit“ für die Jahrgänge 2009, 2010 und 2011. In den kommenden Jahren werden sukzessive weitere Jahrgänge ergänzt. Die Daten stehen für die räumlichen Bezugsebenen der Bundesländer, Kreise und kreisfreien Städte sowie der Ebene der Gemeinden mit mehr als 5.000 Einwohnern Deutschlands zur Verfügung. Sie bieten umfangreiche Möglichkeiten der Analyse regionaler Sozial- und Wirtschaftsstruktur in Deutschland im Zeitvergleich.

Registrieren und forschen

„Wir freuen uns sehr über die Möglichkeit, Wissenschaftlern und Studierenden Daten für eigene Analysen zur Verfügung zu stellen, die sie sonst mit erheblichem Aufwand zusammenstellen lassen müssten. Ein Dank auch an die Bertelsmann Stiftung für die Bereitschaft, ihren umfangreichen Datenschatz mit anderen zu teilen. Wir sind gespannt auf die Forschungsergebnisse“, sagte Prof. Dr. Jörg Peter Schräpler, Projektleiter der Datenaktualisierung des Wegeweiser Kommune des ZEFIR und stellvertretender Geschäftsführender Leiter, bei der Vorstellung des SUF. Wer die Daten nutzen will, muss sich auf der Webseite des ZEFIR registrieren und eine Nutzungsvereinbarung anerkennen.

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