Profil

Sozialwissenschaften sind Wirklichkeitswissenschaften: sie beschäftigen sich nicht ausschließlich mit ‚reiner‘ Theorie, sondern versuchen wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse über soziale Wirklichkeiten zu generieren. Dazu werden in der Sozialforschung unterschiedliche Methoden verwendet.

Die Juniorprofessur Qualitative Methoden der Sozialwissenschaft vertritt in der Lehre grundsätzlich die gesamte Breite sog. qualitativer Forschungsansätze. Angestrebt wird am Lehrstuhl eine methodologisch fundierte und forschungspraktisch orientierte Methodenausbildung, die Studierende zur qualifizierten Planung und Durchführung von qualitativen Studien mit unterschiedlichen Erhebungs- und Auswertungsverfahren befähigt. Zudem werden Kompetenzen zur kritischen Bewertung von Sozialforschung vermittelt.

Die Lehre der Juniorprofessur erfolgt in enger Verzahnung mit laufenden Forschungsprojekten. Die Forschung beinhaltet

1. die Auseinandersetzung mit theoretisch-methodologischen Grundfragen (z.B. zur Triangulation unterschiedlicher Methoden, zur Praxis wissenschaftlicher Wissenskonstruktion oder zu Forschung in interkulturellen Kontexten)

2. die praktische Anwendung verschiedener methodischer Verfahren in inhaltlichen Projekten, um deren Leistungsfähigkeit zu prüfen und Weiterentwicklungspotenziale zu ermitteln.

Einen aktuellen Schwerpunkt bildet Forschung zu den Grundlagen, der Durchführung und der Lehre von Fallstudienforschung (Case Study Research).

Die fachlichen Schwerpunkte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Juniorprofessur liegen insbesondere in den folgenden Feldern:

  • der Arbeits- und Organisationssoziologie
  • der Wissens- und Wissenschaftssoziologie
  • den Gender Studies
  • dem internationalen Gesellschaftsvergleich bzw. globaler Soziologie

Leitend in Lehre und Forschung ist eine theoretisch informierte, empirisch orientierte und vergleichende Perspektive.